Rauchgeruch aus der Wohnung entfernen, je nach Ursache anders
Rauchgeruch verschwindet in dieser Reihenfolge: erst Durchzug und die Quelle weg, dann alles Waschbare in die Maschine, dann harte Flächen feucht wischen, und erst zum Schluss ein Duft. Wie viel davon nötig ist, hängt von der Ursache ab, denn angebranntes Essen ist nach dem Lüften erledigt, während Zigarettenrauch aus vielen Jahren in Wänden und Polstern sitzt.
Von der Redaktion von Diffuserkaufen.deAktualisiert am 20. September 20266 Min. Lesezeit

Kurz gesagt
- Lüften, Quelle beseitigen, Textilien waschen, Flächen wischen, erst dann Duft. Diese Reihenfolge gilt bei jedem Rauchgeruch.
- Angebranntes Essen verfliegt von allein, Kaminrauch setzt sich als feiner Ruß auf Flächen ab, alter Zigarettenrauch steckt als klebriger Film in Wänden und Polstern.
- Natron, Essig und Aktivkohle binden Geruch, ein Duft überdeckt ihn nur. Ein Diffuser ist erst sinnvoll, wenn der Raum neutral riecht.
Die Reihenfolge, die bei jedem Rauch gilt
Rauch ist kein einzelner Geruch, sondern eine Mischung aus feinen Partikeln und Stoffen, die sich an allem festsetzen, was sie berühren. Deshalb bringt ein Raumspray allein nichts, solange die Partikel noch auf Stoff und Wand liegen. Arbeiten Sie von der Luft zu den Oberflächen, nicht umgekehrt.
- Durchzug herstellen: gegenüberliegende Fenster ganz öffnen, Innentüren öffnen, mehrmals am Tag wiederholen.
- Die Quelle entfernen: Aschenbecher, verbrannte Pfanne, kalte Asche aus dem Kamin, Reste von Räucherstäbchen.
- Alles Waschbare waschen: Vorhänge, Kissenbezüge, Decken, Bettwäsche, Kleidung aus offenen Schränken.
- Harte Flächen feucht wischen: Böden, Fensterbänke, Türrahmen, Lampenschirme, die Oberseiten von Schränken.
- Binden, was übrig bleibt: Schalen mit Natron oder Essigwasser, ein Beutel Aktivkohle, Geduld.
- Erst jetzt einen Duft einsetzen, wenn der Raum nach nichts mehr riecht.
Angebranntes Essen, der einfache Fall
Verbrannter Toast, eine vergessene Pfanne oder Fett auf der Herdplatte riechen heftig, aber kurz. Fenster auf, Dunstabzug an, die Pfanne mit Wasser gefüllt in die Spüle oder nach draußen, und die Wohnungstür zu, damit der Geruch nicht ins Treppenhaus zieht. Meist ist damit schon alles erledigt.
Bleibt am nächsten Morgen noch etwas hängen, sitzt es im Geschirrtuch, im Küchenvorhang oder in der Fettschicht über dem Herd. Ein Waschgang und ein Wischgang mit Spülmittel nehmen den Rest meist weg.
Kaminrauch, Ofen und Räucherwerk
Rauch aus Kamin oder Holzofen gehört in den Schornstein, ein Teil landet aber beim Anzünden, beim Nachlegen oder bei ungünstigem Wind im Zimmer. Anfangs riecht das gemütlich, nach Wochen kalt und bitter. Der Grund ist feiner Ruß, der sich als kaum sichtbarer Belag auf Regalen, Bilderrahmen und Vorhängen ablegt.
Wischen Sie deshalb nicht nur den Boden, sondern vor allem die hohen und waagerechten Flächen, auf die der aufsteigende Rauch fällt. Prüfen Sie außerdem, ob die Ofentür dicht schließt und ob der Zug ausreicht; ein Fenster einen Spalt zu öffnen, bevor die Ofentür aufgeht, verringert die Gefahr, dass Rauch in den Raum zurückschlägt.
Zigarettenrauch, der hartnäckigste Fall
Tabakrauch ist der Rauchgeruch, der sich am hartnäckigsten in einer Wohnung festsetzt. Über Monate und Jahre legt sich ein gelblicher, leicht klebriger Film auf Wände, Decken, Fensterscheiben, Lampen und die Innenseiten von Schränken. Teppich, Polster, Matratzen und Tapete saugen ihn auf. Lüften allein ändert daran nichts, weil die Quelle des Geruchs nicht mehr die Luft ist, sondern die Wohnung selbst.
In einer frisch übernommenen Raucherwohnung lohnt sich eine feste Abfolge, bevor eigene Möbel hineinkommen.
- Über die Textilien entscheiden: Vorhänge und Bezüge waschen, Teppichboden und Polster reinigen lassen oder sich davon trennen, alte Matratzen nicht übernehmen.
- Wände, Decken und Türen mit warmem Wasser und einem fettlösenden Reiniger wie Schmierseife oder Soda abwaschen, bis das Tuch sauber bleibt.
- Schränke innen auswischen, Lampenschirme und Heizkörper nicht vergessen, Fensterrahmen und Dichtungen ebenso.
- Riecht es nach dem Trocknen weiter, hilft meist nur ein neuer Untergrund: Tapete ab, ein Sperrgrund gegen Nikotinflecken und danach ein frischer Anstrich.
Wer selbst in der Wohnung raucht, wird den Geruch nicht los, solange die Quelle bleibt. Rauchen am offenen Fenster, den Aschenbecher täglich leeren und Textilien häufiger waschen hilft gegen die Reste, nicht gegen die Ursache.
| Ursache | Wo der Geruch sitzt | Was am meisten bringt | Duft danach |
|---|---|---|---|
| Angebranntes Essen | Luft, Küchentextilien, Fettfilm am Herd | Durchzug, Waschgang, Wischen mit Spülmittel | Sofort möglich |
| Kamin und Ofen | Ruß auf hohen und flachen Flächen, Vorhänge | Feucht wischen, Zug prüfen, Vorhänge waschen | Nach dem Wischen |
| Räucherwerk und Kerzen | Harziger Film rund um die Stelle | Flächen wischen, Textilien lüften | Nach dem Wischen |
| Zigarettenrauch | Wände, Decken, Polster, Teppich, Tapete | Alles waschen, Wände abwaschen, notfalls Sperrgrund und Anstrich | Erst wenn der Raum neutral riecht |
Binden oder überdecken, das ist der Unterschied
Hausmittel gegen Rauchgeruch arbeiten auf zwei Arten. Natron, Essig, Aktivkohle und trockener Kaffeesatz nehmen Geruchsstoffe aus der Luft auf und halten sie fest; sie riechen selbst nach nichts oder nur kurz. Sprays, Kerzen und Duftstecker legen dagegen einen zweiten Geruch über den ersten. Beides hat seinen Platz, nur nicht in vertauschter Reihenfolge.
Eine offene Schale Natron im Regal wirkt langsam, greift aber genau die Reste an, die nach dem Putzen noch in der Luft hängen. Aktivkohle in Beuteln eignet sich für Schränke und Schubladen. Was überdeckt, sollte erst kommen, wenn das Binden abgeschlossen ist, sonst mischt sich Rauch mit Vanille, und viele empfinden diese Mischung als unangenehmer als den Rauch allein.
Ein Diffuser gehört klar in die zweite Gruppe. Er beseitigt keinen Rauch, er gibt einem sauberen Raum einen neuen Grundduft, regelbar und über Stunden. Welche Geräte dafür infrage kommen und für wie viele Quadratmeter die Hersteller sie angeben, steht in unserer Übersicht der Aroma-Diffuser nach Raumgröße.
Wann ein Duft sinnvoll ist und wann nicht
Sinnvoll ist ein Duft, sobald die Wohnung nach dem Putzen nach nichts mehr riecht. Dann gibt er den Räumen einen eigenen Charakter zurück, und genau das fehlt nach der Reinigung oft: Es riecht nicht mehr nach Rauch, aber auch nach nichts, das man gern hat. Zitrus, Zeder, frische grüne Noten oder ein dezentes Holz passen zu diesem Moment, weil viele sie als sauber und hell empfinden.
Nicht sinnvoll ist ein Duft, solange noch geraucht wird, solange Asche im Kamin liegt oder solange Polster nicht gereinigt sind. Der Diffuser läuft dann gegen eine Quelle an, die jede Stunde nachliefert, und die Nase gewöhnt sich an beides zugleich. Schwere, süße Düfte verstärken den Eindruck von abgestandener Luft eher, als dass sie ihn mildern.
Wer jetzt schon überlegt, welches Gerät später den Grundduft liefern soll, kann in Ruhe nachlesen, worauf es beim Kauf eines Diffusers ankommt, und es erst nach dem Putzen einschalten.
Duft wählen, Gerät wählen
Ein Diffuser mit Zeitplan passt gut zu einer Wohnung, die gerade neutral riecht: morgens und abends ein paar Stunden, dazwischen Ruhe, damit die Nase den Duft noch wahrnimmt. Für ein einzelnes Zimmer reicht ein kleines Gerät, für ein Wohnzimmer mit offener Küche eines mit mehr Reichweite. Wer nach dem Streichen keine zusätzliche Feuchtigkeit im Raum möchte, schaut sich die Bauarten ohne Wasser an.
In unserer Kaufberatung mit Lautstärke und Duftkosten stehen die Geräte nebeneinander, mit Raumgröße laut Hersteller, Bedienung und dem, was der Duft im Monat kostet.
Wenn die Wohnung wieder neutral riecht
Unser Ratgeber stellt Aroma-Diffuser mit und ohne Wasser nebeneinander, sortiert nach Raumgröße, Geräusch und laufenden Kosten.